KI-Begriffe im Einkauf einfach erklärt: ML, GenAI, LLM, NLP und AI Agents im Überblick
Robin Demuth
August 19, 2026
Was ist der Unterschied zwischen KI und Machine Learning?
KI ist der Oberbegriff für Systeme, die Aufgaben ausführen, die normalerweise menschliches Urteilsvermögen erfordern. Machine Learning ist eine spezifische Technologie unter diesem Oberbegriff: Modelle, die statistische Muster in historischen Daten erkennen, um Vorhersagen oder Klassifizierungen zu treffen, ohne für jede Aufgabe explizit programmiert zu sein. Generative AI, NLP und AI Agents sind eigenständige Technologieklassen unter demselben Oberbegriff, jede mit eigener Logik und eigenen Grenzen.
Ist Generative AI dasselbe wie ein Large Language Model?
Nein. Generative AI ist die breitere Kategorie: jedes System, das auf Basis von Mustern in seinen Trainingsdaten neue Inhalte erzeugt. Large Language Models sind eine spezifische Untergruppe von Generative AI, trainiert auf großen Textmengen, um menschenähnliche Sprache zu generieren. Jedes LLM ist Generative AI, aber Generative AI umfasst auch Modelle, die Bilder, Audio oder andere Inhaltsformen jenseits von Text erzeugen.
Wie sollten Einkaufsverantwortliche Anbieteraussagen zu "KI-gestützten" Tools bewerten?
Indem sie nachfragen, welche konkrete Technologie hinter dem Label steckt – Machine Learning, Generative AI, ein LLM oder ein AI Agent –, da jede unterschiedliche Governance-Anforderungen und Risikoprofile mit sich bringt. Anbieter sollten erklären können, mit welchen Daten das System trainiert oder gespeist wird, wo menschliche Kontrolle erforderlich ist und wie Ergebnisse validiert werden, bevor sie in eine Einkaufsentscheidung einfließen.
Kann man KI-generierten Ergebnissen im Einkauf ohne menschliche Prüfung vertrauen?
Nein. Ergebnisse von Generative AI und LLMs sind wahrscheinlichkeitsbasierte Vorhersagen, keine verifizierten Fakten, und können Halluzinationen erzeugen, die überzeugend klingen, aber sachlich falsch sind. Jedes KI-generierte Ergebnis, das Lieferantenbewertungen, Vertragsklauseln, Preisempfehlungen oder Risikoschwellen betrifft, muss von einem Menschen validiert werden, bevor es in eine Entscheidung einfließt.
Inhalt
Robin Demuth
Robin Demuth ist Chief Software Architect & Head of Innovation bei ivoflow. In über 12 Jahren als Full-Stack-Cloud-Entwickler hat er in Konzernen, Start-ups und mittelständischen Unternehmen gearbeitet und bringt fundiertes Know-how in modernen KI-Technologien mit. Bei ivoflow treibt er die Weiterentwicklung der Softwarearchitektur voran, mit dem klaren Ziel, sie skalierbar und zukunftsfähig zu machen.
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